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9Jan/120

Die Phasen der Ideenfindung

Der Ideengenerierungsprozess kann in drei Phasen eingeteilt werden, welche unterschiedliche Ansatzpunkte bieten die Ideenfindung zu organisieren, zu intensivieren und zu optimieren.

Phase 1: Hier soll versucht werden, den Informationsfluss zu verstärken und die Kommunikationsdichte (zu neuen Ideen, neuen Chancen, neuen Geschäftsfeldern, etc.) zu erhöhen. Weiters sollten Aktivitäten eingeleitet werden, mittels denen in zielorientierter sowie systematischer Form Ideen generiert werden. Dazu ist es erforderlich, sich im ersten Schritt einen Überblick über den Informationsstand zu verschaffen, um festzustellen, aus welchen Quellen derzeit die Informationen bezogen werden, wie man sie auswertet, deutet, mit Sinn versieht und in die Organisation verteilt. Es muss auch in Erfahrung gebracht werden, wo noch Informations- bzw. Umsetzungsdefizite bestehen. Darauf aufbauend kann ein Maßnahmenplan entwickelt werden, wer in welcher Form und mit welchen Mitteln zukünftig im externen und internen Bereich möglichst brauchbare Daten beschafft, aufbereitet, deutet, in Informationen überführt und an die Organisation verteilt.

Phase 2: Um zu verhindern, dass ein Großteil der Ideen in einem Unternehmen nicht aufgegriffen, geprüft und umgesetzt wird, müssen diese Ideen möglichst schnell und unkompliziert erfasst werden können, was vor allem den Willen der Mitarbeiter und „Ideenlieferanten“ voraussetzt.

Phase 3: Im günstigsten Fall können Entscheidungsträger auf einen unternehmensweiten Pool von Ideen für neue und innovative Produkte zurückgreifen. Dieser Ideenpool sollte idealerweise von einer zentralen Stelle (Ideenmanagement oder Innovationsmanagement) verwaltet werden. Eine erste Beurteilung einer Idee ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig und muss deshalb immer unter Berücksichtigung der im Unternehmen vorhandenen Randbedingungen erfolgen.

Es ist davon auszugehen, dass nicht alle eingebrachten Ideen völlig ausgereift, komplett und bewertungsfähig sind, weshalb eine wesentliche Aufgabe darin besteht, neu eingegangene Ideen zu sichten, auf ihre Verständlichkeit, Logik, Detailliertheit, etc. zu überprüfen und gegebenenfalls weiter zu bearbeiten, um schließlich für das Unternehmen werthaltige Ideen für eine anschließende Bewertung und Auswahl in einem Ideenpool bereit zu stellen.

29Nov/100

Jeder kann Ideen haben

Ideen

Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als ob es kreative und wenig kreative Menschen gibt. Kreative Menschen sind oft erfolgreicher und sprühen förmlich vor Ideen.
Menschen, die sich für wenig kreativ halten, glauben, mit ihrem Schicksal leben zu müssen. Das stimmt natürlich nicht bzw. muss das nicht so sein.

Ich möchte hier eine kleine Hilfestellung für all jene geben, die sich für wenig kreativ halten und glauben gute Ideen können nur von den vermeintlich Kreativen kommen.

Folgende Punkte können helfen, die Kreativität zu fördern und Ideen zu kreieren:

  • Kommunizieren und fragen sie! Erst durch das Reden miteinander und das Fragen und Hinterfragen können Ideen entstehen oder weiterentwickelt werden. Die Wahrscheinlichkeit völlig alleine die geniale Idee zu entwickeln ist sehr gering. Teamwork ist gefragt!
  • Auch einmal andere Informationsquellen nutzen! Als Quellen dienen bspw. Zeitungen, Bücher oder andere Unternehmer, aber auch ein wachsamer Blick in die Umgebung. Oft erhält man die besten Ideen, wenn man sich in neue Gebiete wagt und die Grenzen des eigenen Gebietes durchbricht.
  • Dumme Ideen gibt es nicht! Leider blockieren sich Menschen, Unternehmen und Organisationen jedoch oft schon bei der Ideenfindung, indem Ideen als dumm abgestempelt werden. Ideen können vielleicht schwer umsetzbar oder unausgereift sein. Es mag auch sein, dass Ideen wirklich unrealistisch sind. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass diese deshalb dumm sind.
  • Ideen speichern! Unser Gehirn ist jedoch oft der falsche Platz. Ich weiß nicht wie es ihnen geht, ich für meinen Teil habe leider schon sehr viele Ideen vergessen, auch wenn ich dachte, dass es sich um besonders gute handelt. Darum – dokumentieren sie die Ideen! Ein gelegentlicher Blick auf diesen Ideenpool kann wiederum Anstoß für Neues geben.
  • Kreativitätstechniken einsetzen! Kreativitätstechniken sind Denkwerkzeuge. Sie helfen dem Hirn chaotisch zu denken. Und das ist gut so. Wenn sich nämlich auf herkömmlichem Wege, also durch rationales, strukturiertes Denken eine Lösung finden ließe, wäre Kreativität überflüssig.

Link zu Kreativitätstechniken.

Vielleicht hilft es auch einfach sich an die eigene Kindheit zu erinnern – dort waren wir doch alle kreativ, hatten unzählige gute Einfälle und haben an unsere Visionen geglaubt.

28Sep/101

Wo gute Ideen herkommen

idee

Bevor man eine Produktentwicklung starten kann, braucht man eine Idee. Aber woher stammt eine Idee, wie kommt es zu einer Idee und wenn möglich sogar zu einer guten? Ideen können verschiedensten Ursprung haben. Während Produktideen aus der Notwendigkeit der Weiter- bzw. Neuentwicklung (z.B. aufgrund des Produktlebenszyklus oder einer Bauteilabkündigung) oder der Anpassung an neue Marktgegebenheiten entstehen, können Ideen auch spontan oder durch die Anwendung einzelner Kreativitätstechniken entstehen. Die Auswertung von Messebesuchen oder Patentanalysen bieten ebenso Möglichkeiten um Ideen zu generieren, wie Inputs aus dem Technologiemanagement bzw. der Vorentwicklung. Potentielle Ideenquellen wie Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, etc. sollten entsprechend genutzt werden. Es sind also neben den Mitarbeitern aus dem Marketing oder der Entwicklung auch alle anderen Mitarbeiter im Unternehmen gefordert.

Hier ein paar Tipps zur erfolgreichen Ideenfindung:

  • Verstärken Sie den Informationsfluss und die Kommunikationsdichte (zu neuen Ideen, neuen Chancen, neuen Geschäftsfeldern, etc.)
  • Fördern Sie das Querdenken in Ihrem Unternehmen und schaffen Sie Raum für Kreativität
  • Seien Sie aufmerksam gegenüber Reaktionen von Kunden und Lieferanten – diese liefern wertvolle Hinweise darauf, wie Produkte und Dienstleistungen wahrgenommen werden
  • Suchen Sie im Hinblick auf Produkte, Dienstleistungen und Service aktiv nach den akuten Problemen Ihrer Kunden und Zielgruppen
  • Vergleichen Sie sich ruhig auch einmal mit anderen Branchen, Unternehmen oder Produkten und holen Sie sich dadurch neue Anregungen
  • Leiten Sie Aktivitäten ein, mittels denen in zielorientierter sowie systematischer Form Ideen generiert werden
  • Nutzen Sie den Austausch mit Fachhochschulen, Universitäten oder anderen Hochschulen
  • Besuchen Sie Vorträge und Veranstaltungen wie bspw. die Foren und Innovationspools der PFI
  • Recherchieren Sie im Internet und abonnieren Sie Newsletter von Trend- und Zukunftsinstituten
  • Suchen Sie aktiv nach Nischen im Markt, nach neuen Zielgruppen oder neuen Kooperationspartnern
  • Kooperieren Sie mit anderen Unternehmen, um Innovationen voranzutreiben und in den Markt zu bringen

Dazu gibt es auch ein interessantes Video von Steven Johnson:


Fast Tube by Casper